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Leuphana Universität: Eine Universität zur Entwicklung der Zivilgesellschaft des 21. Jahrhunderts
Alle Studierenden beschäftigen sich in ihrem ersten Semester mit Themen der Nachhaltigkeit. Dieses Konzept ist innovativ und einzigartig in der deutschen Hochschullandschaft. Im Leuphana Bachelor können die Studierenden neben der Schwerpunktbildung in einem Major, Nachhaltigkeitsthemen im Komplementärstudium wählen.
Darüber hinaus bietet die Leuphana den neu konzipierten, einmaligen Masterstudiengang Sustainability Sciences und mit dem international anerkannten Studiengang MBA Sustainability Management den führenden universitären MBA zu Nachhaltigkeitsmanagement an. Neben der Vielzahl an Forschungsprojekten, Konferenzen und Lehrveranstaltungen mit einem klaren Nachhaltigkeitsbezug werden Projekte wie der Nachhaltigkeitsbericht, die klimaneutrale Leuphana oder die als „Ort im Land der Ideen“ gekürte CO2-Ampel und das Umweltmanagementsystem nach EMAS aus dem Haus fachlich begleitet und finden kontinuierlich Anknüpfungspunkte in der Lehre und Forschung. Die Verflechtung von Betrieb und Nachhaltigkeitsforschung äußert sich auch im Beitrag zur Campusentwicklung. Zur Unterstützung der inhaltlichen Neuausrichtung der Leuphana hat Prof. Libeskind ein wegweisendes Zentralgebäude entworfen. In einem laufenden Diskurs mit der Architekturgruppe haben sich verschiedene Nachhaltigkeitsprofessuren an der Entwicklung des Zentralgebäudes und des Pulsenergiekonzeptes beteiligt. Die Leuphana Universität Lüneburg hat sich zum Ziel gesetzt, durch Bildung, Forschung und Transfer einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Zivilgesellschaft des 21. Jahrhunderts zu leisten. Der vorliegende Nachhaltigkeitsbericht spiegelt die konsequente Umsetzung des Nachhaltigkeitsgedankens in allen Universitätsbereichen über Forschung bis zur Campusgestaltung an der Leuphana wider. In einem ersten Magazinteil erweitern wir unsere Nachhaltigkeitsberichterstattung und informieren tiefgehend über eindrucksvolle und innovative nachhaltige Aktivitäten an der Leuphana. In einem zweiten Teil schildert der vorliegende Nachhaltigkeitsbericht Projekte, Fakten und Maßnahmen aus den Jahren 2007, 2008 und zum Teil aus 2009. Diese Entwicklungen und Darstellungen werden soweit möglich und sinnvoll mit Daten unterfüttert und führen die Berichterstattung seit dem Jahr 2006 weiter. Im Magazinteil findet sich die engagierte Selbstverpflichtung der Leuphana Universität Lüneburg, eine möglichst vollständig klimaneutrale Universität werden zu wollen. Auch steht die Kompetenzbildung Nachhaltigkeit in der Forschung und Lehre im Mit telpunkt. Daneben berichten wir über Beispiele des beeindruckenden Engagements Lüneburger Studierender. Die Leuphana Universität Lüneburg zeichnet sich durch ein deutschlandweit einmaliges Studien- und Universitätsmodell aus. Das Leuphana College ermöglicht in acht Schwerpunktfächern (Major) ein inhaltlich umfangreiches, interdisziplinär vernetztes Studium für den ersten Studienabschluss. Aufbauend auf dem Bachelor bietet die Graduate School Masterprogramme mit verschiedenen Spezialisierungsmöglichkeiten in drei thematischen Feldern an. Unter dem Dach der Professional School werden die Angebote für Weiterbildung und Transfer vereinigt. Das Universitäts- und Studienmodell setzt auf eine innovative Lehre und bereitet Studierende umfassend auf öffentliches Leben und Beruf vor. Schwerpunkte der Forschung an der Leuphana Universität Lüneburg liegen in den vier Wissenschaftsinitiativen Nachhaltigkeitsforschung, Kulturforschung, Management & Entrepreneurship sowie Bildungswissenschaften & Lehrerbildung. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Leuphana forschen disziplinübergreifend zu zentralen Fragen der Zivilgesellschaft des 21. Jahrhunderts. Zur Stärkung des Forschungs- und Wirtschaftsstandortes Lüneburg wird in den kommenden sechs Jahren mit dem Innovationsinkubator ein europaweit beachtetes EU-Großprojekt realisiert: Knapp 100 Millionen Euro fließen in die regionale Wirtschaftsentwicklung. Geplant sind innovative Forschungskooperationen, zukunftsweisende Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie Infrastrukturprojekte.
Nachhaltigkeitsleitlinien Fast zehn Jahre ist her, dass der Senat der Leuphana Universität Lüneburg als erste Universität die folgenden Nachhaltigkeitsleitlinien verabschiedete, die bis heute aktuell sind:
Grafik: Wirkungsfelder einer nachhaltigen
Universität im gesellschaftlichen Kontext Masterstudiengang „Sustainability Sciences“ An der Leuphana gibt es den einmaligen Masterstudiengang „Sustainability Sciences“. Besonderes Merkmal des Studiengangs Sustainability Sciences ist die Gleichgewichtung der Nachhaltigkeitsnatur- und Nachhaltigkeitshumanwissenschaften. Ziel ist eine disziplinär fundierte und zugleich interdisziplinär ausgewogene Betrachtung sozial-ökologischer Systeme. Aus der Perspektive der Nachhaltigkeitsnaturwissenschaften werden die materiellen Prozesse in den Blick genommen, welche die stofflichen und energetischen Grundlagen von Nachhaltigkeitsproblemen und möglichen Lösungsansätzen bilden. In komplexen sozial-ökologischen Systemen sind diese materiellen Prozesse eng mit wirtschaftlichen, rechtlichen, politischen und kulturellen Rahmenbedingungen sowie mit den Strategien und Praktiken gesellschaftlicher Akteure verzahnt. Diese immateriellen Voraussetzungen und Bedingungen von Nachhaltigkeitsproblemen sowie deren Bearbeitung sind Gegenstand der Nachhaltigkeitshumanwissenschaften.
GRI-Content-Index In Anlehnung an den Leitfaden der Global Reporting Initiative (GRI) und die darin beschriebenen nachhaltigkeitsbezogenen Leistungsindikatoren werden die Aktivitäten der Universität dargestellt. Der Fokus liegt dabei auf Themen, die von besonderer Bedeutung für Hochschulen sind. Die Leuphana hat alle Informationen zum Profil, zu den Managementansätzen sowie zu den Indikatoren ausführlich und übersichtlich im Internet dargestellt. Der folgende GRI-Index ist ein Auszug aus dieser umfangreichen Übersicht und verweist auf die entsprechenden Inhalte im vorliegenden Nachhaltigkeitsbericht.
www.leuphana.de
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Die Universität unterstützt Diskurse zur Idee von Nachhaltigkeit und fördert eine breite Beteiligung aller ihrer Gruppen und Gliederungen an einem universitären Nachhaltigkeitsprozess. Sie stärkt Eigeninitiativen und Engagement in diesem Prozess und fördert den regionalen, nationalen und internationalen Austausch mit Gruppen und Institutionen.





