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CRANIO SACRALE KÖRPERARBEIT Viel Stress und Leid könnte Eltern und Kindern erspart bleiben, wenn Information über diese Therapieform weiter verbreitet wäre und die Kinder früh genug zur Behandlung gebracht würden. Wir als Therapeuten „hören“ dem Körper zu, nehmen Kontakt mit der Selbstheilungskraft des craniosacralen Systems auf und lassen uns von dem körperlichen Empfinden des Klienten durch die Sitzung führen. Ich helfe dem Patienten, alles, was an Veränderungen im Kör-per geschieht, zu integrieren. Das „Hören“ bezieht sich auf den craniosacralen Rhythmus. Es ist mehr ein „Spüren“ in die Tiefe eines Menschen. Ein „Spüren“ in die Tiefen des Liquorflusses – Schutz und Nahrung unseres Gehirnes und Rückenmarks. Ca. 150ml Liquor fließen in einer pulsierenden Bewegung durch den Wirbelkanal, durch periphere Ausgänge der Nervenkanälchen in das Lymphsystem, es umfließt unser Gehirn und wird dort gebildet und resorbiert. Dieser ganz eigene Puls bewirkt im ganzen Körper eine feine Bewegung, die man überall wahrnehmen kann. Es gibt hier wie beim Atemrhythmus eine Inhalationsphase (Druckanstieg bei der Bildung des Liquors) und eine sogenannte Exhalationsphase (Drucksenkung bei der Resorption). Während des Druckanstiegs, weitet sich der Körper – umgekehrt bei der Exhalationsphase – hier wird der Körper eher schmal. Die Schädelknochen haben hierbei bestimmte Bewegungsabläufe, an denen auch die inneren Strukturen, vor allem die Gehirnhäute beteiligt sind. Beim Erwachsenen sind diese Abläufe sehr genau zu erfühlen, beim Neugeborenen und bei Säuglingen ist der Schädel noch sehr weich und die Bewegungsmuster sind hier noch nicht so genau zu erkennen. Die Behandlung gehört zur Osteopathie, einer Form der manuellen Therapie. Die ersten Ansätze stammen bereits aus der Zeit der Jahrhundertwende, gerieten jedoch wieder in Vergessenheit. Erst in den 70er Jahren wurde dieser Ansatz von Dr. John Upledger wieder aufgegriffen, weiter erforscht und wissenschaftlich belegt. Durch behutsame indirekte Arbeit am Bindegewebe, den Membranen und den Schädelknochen werden Blockaden dieses Systems wahrgenommen und gleichzeitig behandelt. Da im Bindegewebe alte Verletzungen – sowohl körperliche als auch seelische – gespeichert sind, können wir durch diese feinfühlige therapeutische Arbeit spontanen Zugang zu wichtigen tiefgehenden Erinnerungen finden. Alte Traumata können verarbeitet, aus dem Körper entlassen, und Blockierungen damit aufgelöst werden. Das Cranio Sacrale System wird so wieder in Balance gebracht „Jede Verzerrung am Muskelskelettsystem des Neugeborenen kann langanhaltende Probleme bringen. Diese Dysfunktionen direkt nach der Geburt zu erkennen und zu behandeln, ist eine der wichtigsten Phasen der präventiven Medizin.“ Viola Frymann (Trauma of birth)
Der craniosacrale Rhythmus oder auch „Atem des Lebens“ genannt, kann in drei verschiedenen Qualitäten erfasst werden: Der craniosacrale Impuls (CRI) hat einen Rhythmus von ca. 6-14 Zyklen pro Minute, er macht eine Aussage über die Genetik, die Erfahrungen und die Geschichte eines Menschen. Der zweite langsamere Rhythmus bewegt sich in einem Zeitraum von 2,5 Zyklen pro Minute. Er wird auch „Potency Tide“ oder „Midtide“ genannt, er steht für die biodynamische Kraft im Liquorfluss. Als tiefster Ausdruck Vom „Atem des Lebens“ existiert noch der „Long Tide“ mit einer Zyklusdauer von ca. 100 Sekunden. 1. Babys übernehmen elterliche Erfahrungen und Gefühle. Dies geschieht zum Teil auf biochemischem Weg (durch Katecholamine), aber wohl auch medial. Die bedeutsamsten formativen Erlebnisse finden während der ersten 3 Monate statt (Frank Lake) R.D. Laing schreibt in seinem Buch „Die Tatsachen des Lebens“: „Ich registriere meine Umgebung von Beginn des Lebens an; mit der ersten meiner Zellen. Was den ersten ein oder zwei Zellen von mir zustößt, vibriert durch alle den ersten zellularen Eltern folgenden Generationen. Die erste trägt alle meine genetischen Erinnerungen.“ 2. Entdeckung ungewollter Schwangerschaft. Gedanken, Gefühle der Mutter, Streitgespräche ob Abtreibung oder nicht, haben im späteren Leben Depressionen und autoaggressives Verhalten ihren Ursprung in dieser pränatalen Zurückweisung. Gleichzeitig entsteht schon hier ein Problem in punkto Bindung. Oft sind diese Menschen ein ganzes Leben lang auf der Suche nach Akzeptanz und Liebe. Weiter hierfür typische Reaktionen sind Hilflosigkeit, Wut gegen andere, übertriebener Gerechtigkeitssinn etc. 3. Pränatale Eingriffe. Z.B. Fruchtwassernadeln und Katheder werden als aggressiven Angriff auf das Leben empfunden. Entweder die Embryos ziehen sich völlig zurück oder schlagen sogar nach den Nadeln! Anästhetika werden als Vergiftung empfunden, chemische oder mechanische Abtreibungsversuche, lassen die normale Geburt auch wenn sie noch so gut verläuft, lebensbedrohlich erscheinen. 4. Pränatale Aggression. Kriegserlebnisse während der Schwangerschaft oder Vergewaltigungen der Mutter, physischer oder psychischer Missbrauch oder Gewalt erhöhen die Bereitschaft zur späteren Gewalttätigkeit. 5. Adoption. Meistens haben Adoptionskinder schon eine schwierige pränatale Phase hinter sich. Möglicherweise Abtreibungsgedanken, -Versuche, Zeugungstrauma evtl. Vergewaltigung, psychologischer Stress (das Kind war den Gefühlen der Mutter ausgesetzt, evtl. kulturelle oder soziale Schande). Das i-Tüpfelchen ist dann noch das Weggeben des Kindes – „ich bin nicht wert, dass ... ... ...“ Die Ereignisse aus der prä- und perinatalen Zeit werden deshalb so extrem prägend, da in diesem Lebensabschnitt, - das gilt übrigens bis ca. zum 6 Lebensmonat - das Nervensystem noch eine andere Funktionsweise hat. Pränatal ist das Nervensystem noch rudimentär ausgebildet und noch ohne Schutzschicht. Diese Schicht ist das sogenannte Myelin. Deshalb werden die Erinnerungen mehr über die Zellen gespeichert (Frank Lake). Bei Stress bekommt das Nervensystem einen hohen Reiz. Wenn dieser hohe Reiz eine Überwältigung des ANS darstellt, so kann das Nervensystem nicht mehr ganz in die Balance zurück. D.h. es bleibt in einer gewissen „Gereiztheit“, was natürlich Einfluss auf den Zellmetabolismus, auf das Endokrinum und somato-viscerale Verhalten hat. Man nennt es daher ein globales Trauma, weil es die Gesamtentwicklung – Körper-Geist und Psyche beeinflusst! Geburtstraumata
Sectio Postpartale Traumata
Meine ganz persönliche Meinung ist, dass sich die daraus entwickelnde persönliche Struktur ganz extrem auf die Gesellschaft auswirkt. Da die Tendenz zu Aggression und Gewalt immens steigt, möchte ich auf die Auswirkung von prä- und perinatalen Traumata auf Aggression und Gewalt hinweisen.
Kleine Sorgenkinder
Autorin: HP Anne Mohr-Bartsch, Kirchenstr. 1, 85540 Haar
Kursnachfrage: 089/4606262 Anne Mohr-Bartsch, geb.1950, 8 Jahre Tätigkeit an der Münchner Univ. Poliklinik als MTRA, Heilpraktikerin, Mutter von drei inzwischen erwachsenen Kindern, seit 15 Jahren Craniosacraltherapeutin, ausgebildet in Gesprächsführung, NLP, Hypnose, Traumatherapie, Lehrerin für Craniosacrale Traumatherapie und Meditation. www.cranio-traumatherapie.de |
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