| Next BANG - riskantes Spiel mit Megatechnologien | | Drucken | |
| Dienstag, 14. September 2010 | |
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Keine Lösung, sondern ein Spiel mit unkalkulierbaren Risiken, meint Pat Mooney, Träger des Alternativen Nobelpreises und einer der international führenden Experten für Bio-, Nano- und Gentechnik. Zum 30. Jubiläum des „Right Livelihood Awards“ in diesem Herbst erschien am 2. September im oekom verlag Mooneys
aufrüttelnder, kritischer Grundlagenreport „Next BANG!“: In einer
spannenden Mischung aus populärwissenschaftlichem Sachbuch und fiktiven
Zukunftsszenarien bis ins Jahr 2035 beleuchtet der Autor die
unterschätzten Gefahren der neuen Megatechnologien und entlarvt die
riskanten Eingriffe in das Ökosystem unseres Planeten als naive
Hoffnung, der eine globale Zivilgesellschaft gegenüberstehen muss.
Die Düngung der Meere mit Eisen-Nanopartikeln, Solarspiegel im Weltall,
Nanopartikel in Lebensmitteln und Kosmetikprodukten oder die Entwicklung
künstlicher neuer Lebensformen mit der Biosynthese; dahinter verbergen
sich neue Megatechnologien, die in den kommenden Jahrzehnten unser Leben
prägen könnten – oder es zum Teil schon tun. Nano,- Gen,- und
Biotechnologie sollen zur Abschaffung des Hungers in der Welt dienen,
Rezepte gegen die Krankheiten unserer Zeit oder für die künstliche
Verbesserung des menschlichen Körpers bereitstellen. „Geoengineering“
soll die Erde vor dem Klimakollaps retten.
In „Next BANG!“ zeigt der
renommierte Experte Pat Mooney, dass derart großflächige Eingriffe in
die Abläufe unseres Planeten neben unkontrollierbaren Nebenwirkungen
auch politische und soziale Veränderungen der Weltordnung zur Folge
haben können: Schwefelpartikel in der Stratosphäre zur Reflexion des
Sonnenlichts können beispielsweise in Asien den Monsunzyklus stören –
mit Auswirkungen auf Milliarden von Menschen. Die Megatechnologien
werden schon heute hinter den Kulissen von Regierungen, Großkonzernen
und Wissenschaft viel diskutiert und – von der Öffentlichkeit weitgehend
unbemerkt – zum Einsatz vorbereitet. Pat Mooney entlarvt in seiner
nachdenklich machenden Analyse technologische Heilsversprechen und
fordert nachdrücklich eine öffentliche Debatte sowie die Einrichtung
eines internationalen Kontrollgremiums. Indem Mooney aber auch
alternative Zukunftsentwürfe entwickelt, ist „Next BANG!“ nicht zuletzt
ein Plädoyer für ziviles Engagement; der Autor ruft uns alle auf, Teil
einer aktiven Zivilgesellschaft zu werden und das Recht einzufordern, an
der technologischen Entwicklung unserer Gesellschaft teilzuhaben –
denn es liegt an uns, über die Zukunft zu entscheiden, deren Weichen
schon heute gestellt werden.
Der Buchtitel BANG steht als Kürzel für Bits, Atome, Neuronen und Gene
und soll andeuten, dass die wissenschaftliche Zukunft sich vor allem im
Nanobereich abspielt, also im Kleinen.
Die Studie "Smart Solutions to Climate Change" plädiert für Geoengineering
Der Forscher Bjørn Lomborg warnt davor, sich auf die Senkung der Kohlenstoffdioxidemissionen zu versteifen. Er kennt bessere Lösungen. Der Statistiker: Bjørn Lomborg ist Statistiker, Politikwissenschaftler
und Dozent an der Copenhagen Business School. Er wurde bekannt durch
seine kritischen Bücher, die sich mit den Konsequenzen aus dem
Klimawandel befassen. Die Computermodelle, die eine starke Erwärmung
vorausberechnen, stellt er nicht in Frage. Eine Reduktion des
CO2-Ausstoßes, argumentiert Lomborg, wäre jedoch ein sehr ineffizienter
und teuerer Weg, um Schaden abzuwenden. In der Studie „Smart Solutions to Climate Change“, die nun veröffentlicht wurde, befassen sich Klimaökonomen mit der Geschwindigkeit, in der Fortschritte erzielt werden. Das Buch scheine „so viel“ von dem zu widersprechen, was Lomborg zuvor gesagt habe, schreibt der „Guardian“. Der Wissenschaftler „verirre“ sich damit auch auf neues, kontroversielles Territorium. So plädiert Lomborg, der stets viel zu teure Klimaschutzmaßnahmen aufs Schärfste kritisiert hatte, plötzlich dafür, mehr Geld für Klimatechnikmaßnahmen auszugeben. Links:Björn Lomborg (Wikipedia) „Guardian“-Artikel (engl.) Artikel + Interview (natur.de) www.handsoffmotherearth.org |
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