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Aktionsplan um die Aspekte Umweltverträglichkeit
und ethisch verantwortliches Handeln erweitern Deutsche die dicksten EU-Bürger? Das soll gelöst werden: Der deutsche Bundesverbraucherminister Horst Seehofer hat dazu einen Aktionsplan Ernährung vorgelegen und plant eine Regierungserklärung abzugeben. "Wir begrüßen die Absicht der Bundesregierung, das zentrale gesundheitliche Ernährungsproblem Übergewicht in Angriff zu nehmen. Allerdings muss Ernährung im Zusammenhang mit Gesundheits- und Umweltfragen betrachtet und ethische Fragen in den Blick genommen werden", sagt Dr. Ulrike Eberle, Expertin für nachhaltige Ernährung am Öko-Institut."Deshalb fordern wird die Bundesregierung auf, die Zielsetzung Nachhaltigkeit in der Ernährungspolitik ernst zu nehmen und den Aktionsplan um die Aspekte Umweltverträglichkeit und ethisch verantwortliches Handeln zu erweitern." Diese Forderung wird von zahlreichen Akteuren mitgetragen, darunter VertreterInnen von Kraft Foods, der apetito AG, den Verbraucherzentralen Nordrhein-Westfalen und Hessen, der Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention, des Ökologischen Ärztebundes sowie des Berufsverbands Deutscher Präventologen."Gesundheitsförderung muss selbstverständlich wesentlicher Baustein eines Aktionsplans Ernährung sein, aber auch Umwelt- und ethische Ziele müssen darin verankert werden", betont die Ernährungsforscherin Dr. Doris Hayn vom Institut für Sozial-ökologische Forschung (ISOE). "Dazu gehört beispielsweise die Förderung der Artenvielfalt, der Boden- und Wasserschutz oder die Vermeidung von Schadstoffeinträgen. Auch für den Klimaschutz spielt nachhaltige Ernährung eine Schlüsselrolle", ergänzt Ulrike Eberle. "Ebenso muss unsere Ernährung faire Handelsbeziehungen, soziale Gerechtigkeit und Artgerechte Tierhaltung gezielt unterstützen."Strategien, mit denen dies erreicht werden kann, haben Öko-Institut und ISOE gemeinsam mit weiteren Partnern in dem vom Bundesforschungsministerium geförderten Forschungsprojekt "Ernährungswende" erarbeitet. Diese wurden im Rahmen eines Stakeholder-Dialogs Akteuren aus Wirtschaft, Verwaltung, Nichtregierungsorganisationen und Verbraucherinstitutionen zur Diskussion vorgestellt. Als erster großer Erfolg ist zu werten, dass sich die Beteiligten auf gemeinsame Ziele nachhaltiger Ernährung geeinigt haben, die es zu verfolgen gilt:
Nachhaltige Ernährung ist umweltverträglich und gesundheitsfördernd, ethisch verantwortbar, sie ist alltagsadäquat gestaltet und ermöglicht soziokulturelle Vielfalt.
Vor dem Hintergrund des Fehlens vernetzender Strukturen haben die Akteure beschlossen, den begonnenen Dialog fortzusetzen, mit dem Ziel, Aktivitäten zur Umsetzung nachhaltiger Ernährung weiter voran zu treiben.
Quelle: Öko-Institut e.V. 2007
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