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Eine Milliarde neue Konsumenten | Drucken |  E-Mail
Bevölkerungswachstum und wirtschaftliche Entwicklung sorgen weltweit für einen rasanten Anstieg des Konsums. Milliarden neuer Konsumenten, vor allem aus China, Indien und anderen Schwellenländern,  erhöhen die Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen. Die Marktdynamik, die durch die konkurrierende Nachfrage und einen aufwändigen Lebensstil entsteht, bringt einer Minderheit Wohlstand, von dem die Mehrheit aber ausgeschlossen ist. Bis 2050 wird die Weltbevölkerung voraussichtlich auf 9 Milliarden Menschen anwachsen, wobei diese Entwicklung besonders von den Entwicklungsländern und den Ländern mit geringerem Pro-Kopf-Einkommen ausgehen wird.
"Globale Lebensstile – Neue Wege für die Entwicklungspolitik"

Aktuelle Studien belegen, dass die Menschheit schon seit etwa zwanzig Jahren über ihre Verhältnisse lebt und die Ressourcen der Erde überstrapaziert.Unternehmen weiten ihre Aktivitäten in Entwicklungs- und Schwellenländer aus. Ihre Geschäftstätigkeit kann positive wie negative Auswirkungen auf diese Länder haben, sei es im Hinblick auf Einkommenserzielung, Ressourcennutzung, Umweltverschmutzung, soziale Standards oder Gerechtigkeit. Mit den von ihnen angebotenen Produkten und deren Vermarktung haben die Unternehmen einen unmittelbaren Einfluss auf Konsumverhalten und Lebensstile.

Es ist eine wichtige Aufgabe zu untersuchen, wie verantwortungsloses unternehmerisches Handeln verhindert und verantwortungsvolles Handeln gewährleistet werden kann. Ziel dieses Forums ist es, positive Beispiele von unternehmerischen Aktivitäten in Entwicklungs- und Schwellenländern zu beleuchten. Geschäftsmodelle, die Gesellschaften mit niedrigem Einkommensniveau sowohl auf der Produktions- als auch auf der Konsumseite einbeziehen, können einen wesentlichen Beitrag zur Armutsbekämpfung leisten und einen starken Einfluss auf die Lebensweise von Millionen zukünftiger Verbraucher haben. Anstatt westliche Lebensstile auf die Entwicklungsländer zu übertragen, kann die Wirtschaft die Entwicklung nachhaltigerer Lebensstile unterstützen.Zukunftsfähige Geschäftsmodelle, die zur Verbesserung der Lebensbedingungen beitragen und die Entwicklung einer nachhaltigen Lebensweise fördern, erfordern starke Partnerschaften mit den Beteiligten vor Ort sowie kreative neue Konzepte für Beschaffung, Vertrieb und Produktentwicklung.

Folgende Fragestellungen werden diskutiert:

  • Was können Unternehmen tun, um nachhaltige Lebensstile in verschiedenen Ländern zu unterstützen? Welche Rolle spielen sie beim Transfer von Wissen und Gewohnheiten zwischen den verschiedenen Teilen der Welt?
  • Welche bestehenden Geschäftsmodelle sind auf die Förderung nachhaltiger Lebensstile in Entwicklungs- und Schwellenländern ausgerichtet?
  • Wie können Unternehmertum und neue Geschäftsmodelle für die Unterstützung der Entwicklungszusammenarbeit und zur Verbesserung der Lebensbedingungen in Entwicklungsländern genutzt werden?
  • Wie beeinflussen westliche Lebensstile und Konsumgewohnheiten die Lebensbedingungen der Menschen entlang der weltweiten Wertschöpfungskette? Wie nehmen Konsumenten in den Ländern des Westens die Tätigkeit der Unternehmen in den Entwicklungsländern wahr?
  • Wie können Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit und politische Entscheidungsträger eine nachhaltige Wirtschaftstätigkeit unterstützen?

Bonner Konferenz für Entwicklungspolitik


 
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