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ÖKOLOGISCHE STEUERREFORM | Drucken |  E-Mail
Donnerstag, 30. August 2007
Dr. Anselm GörresDer heutige Verbrauch fossiler Energieträger und Rohstoffe durch die Industrieländer ist weder weltweit ausdehnbar noch zukunftsfähig. Ohne eine ökologisch und ökonomisch nachhaltige Nutzung von Energieträgern drohen in gar nicht so ferner Zukunft massive Gefahren für die Stabilität des Ökosystems Erde und ernstzunehmende wirtschaftliche, aber auch weltpolitische Probleme.
Bild: Dr. Anselm Görres

 

ZIELE DES FÖRDERVEREIN ÖKOLOGISCHE STEUERREFORM (FÖS)

Der FÖS trägt durch eine Vielzahl von Veranstaltungen im In- und Ausland und eine umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit zur gesellschaftlichen Diskussion dieser Themen bei. Im Vordergrund steht die Weiterentwicklung der Ökologischen Finanzreform und die Umsetzung weiterer Schritte, vor allem in den Bereichen Subventionsabbau und Emissionshandel. Die Ökologische Finanzreform soll durch einen Mix verschiedener Instrumente und Anreize so ausgestaltet werden, dass sie wirksam zu Klimaschutz, Ressourceneinsparung, Verringerung des Raubbaus an der Natur und zum Schutz der Gesundheit der Bürger beiträgt. Dazu erarbeiten wir Vorschläge und Gutachten zur ökologischen Ausrichtung des Steuer- und Finanzsystems und zur Weiterentwicklung marktwirtschaftlicher Steuerungsinstrumente für eine ökologische und ökonomisch effiziente Nutzung aller Energieträger. Ebenso unterstützen wir Vorschläge Dritter und wollen Wissenschaft und Forschung auf dem Energiesektor fördern. Die Fortführung einer pragmatisch konzipierten Ökologischen Finanzreform (ÖFR), die unsere ökologische Zukunftsfähigkeit ebenso nachhaltig verbessert wie unsere ökonomische Wettbewerbsfähigkeit, halten wir für das bestgeeignete Instrument auf dem Entwicklungspfad zu einer innovativeren, naturschonenderen und zugleich wettbewerbsfähigeren Wirtschaftsordnung. Handlungsbedarf sehen wir insbesondere im Abbau ökologisch kontraproduktiver Subventionen. iconÖkologische+Steuerreform (166.85 KB)


Wir fordern unter anderem:

  • Angleichung des Dieselsteuersatzes an den Steuersatz für Normalbenzin
  • Aufkommensneutrale Ökologisierung der KFZ-Steuer
  • Jährliche Erhöhung der Ökosteuer für mindestens 5 Jahre
  • Ab 2020 Besteuerung alternativer Energien zur Deckung der Infrastrukturkosten
  • Abschaffung aller Steuervergünstigungen im Flugverkehr
  • Einführung einer Kerosinbesteuerung im Inland, Mehrwertsteuererhebung auch für Auslandsflüge
  • Mehrwertsteuerermäßigung im Schienenpersonenverkehr
  • Erhöhung der Ökosteuern für fossile Heizstoffe und Strom
  • Abschaffung der Besteuerung von Öl und Gas bei der Stromerzeugung
  • gezieltere Förderung von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen
  • Überarbeitung der Ökosteuerermäßigungen für die Industrie,
  • Weiterentwicklung des Emissionshandels

Abgesehen von diesen zentralen Forderungen sind wir in Einzelfragen offen, unideologisch und kompromissbereit. Der im April 1999 erfolgte Einstieg in die ÖFR stellte den Beginn einer Ökologisierung des Steuer- und Finanzsystems dar.Er beeinhaltete jedoch auch Schwächen, Mängel und Weiterentwicklungsbedarf, denen baldmöglichst Rechnung getragen werden müssen. Daher wollen wir die weitere Umsetzung der ÖFR als kritischer Förderer und Wächter der Grundprinzipien begleiten. Es ist unser Ziel, möglichst breiten gesellschaftlichen Konsens über diesen Prozess zu ereichen.
 
Unser Vorgehen
Die Arbeit des FÖS erfolgt grundsätzlich überparteilich und unabhängig von Verbänden und Interessengruppen, was sich auch in der Struktur unserer Mitglieder widerspiegelt. Unter den derzeit 145 Mitgliedern (Stand: März 2006) befinden sich Experten aus Wirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft und Forschung, Politiker aller demokratischen Parteien, Journalisten und eine Vielzahl engagierter Bürger aus anderen Berufen.
Der FÖS versteht sich als Sammelbewegung unabhängiger Vordenker und richtet sich in seiner Rolle als Anstoßgeber wie Konsensstifter in der ÖSR-Debatte an Entscheidungsträger und Multiplikatoren.

Vorstandsmitglieder, Geschäftsführung und Mitglieder des Vereins engagieren sich in Wort und Schrift bei zahlreichen Anlässen und Foren. Wir führen eigene Veranstaltungen und Forschungsvorhaben durch und beteiligen uns an der Diskussion mit Vorträgen, Fachbeiträgen in den Medien und eigenen Publikationen.
Wir halten Kontakt mit ähnlichen Gruppen im europäischen Ausland, weil letztlich eine breite Lösung im Rahmen der EU notwendig und in einigen Mitgliedstaaten die Implementierung bereits viel weiter gediehen ist als bei uns.

Organisation und Finanzierung
Der 1994 gegründete Verein ist gemeinnützig (Gemeinnützig zur Förderung wissenschaftlicher Zwecke laut Finanzamt München für Körperschaften vom 05.04.2006), Beiträge und Spenden sind somit steuerlich absetzbar. Die Vorstandsmitglieder arbeiten voll ehrenamtlich. Auch Sachkosten werden von ihnen in der Regel privat getragen. Koordiniert wird die Arbeit des FÖS durch eine von zwei Geschäftsführern geleite Geschäftstelle in München.
Neben der Möglichkeit zur aktiven (stimmberechtigten) Mitgliedschaft im FÖS mit einem Jahresmindestbeitrag von 200€ ist auch eine Fördermitgliedschaft mit einem jährlichem Mindestbeitrag von 60€  möglich. Ganz neu ist die Möglichkeit einer Mitgliedschaft für Studenten mit ermäßigtem Fördermitgliedsbeitrag von jährlich 30€.
Seit März 1999 unterstützt uns ein Beirat von sachkundigen Fachleuten und Politikern.


Wie können Sie den FÖS unterstützen?
"Ein einzelner hilft nichts, sondern wer sich mit vielen zur rechten Stunde vereinigt" (Goethe).
Wenn Sie zu einer vernünftig konzipierten Ökologischen Steuerreform und ihrer Weiterentwicklung beitragen wollen, können Sie uns auf vielen Wegen helfen. Als aktives oder Fördermitglied, sowie durch einmalige Spenden. Sie helfen uns aber ebenso mit Ihrem Sachverstand, wertvollen Kontakten oder andere Formen der aktiven Mitarbeit wie z.B. Übernahme von Referaten und Vortragsanfragen. Da wir prinzipiell ohne staatliche Unterstützung handeln, bitten wir um die Förderung durch möglichst viele Gleichgesinnte, die unsere Ziele im Grundsatz unterstützen.

Für Ihren Mitgliedsbeitrag bzw. Ihre Spende gilt das Konto bei der GLS Gemeinschaftsbank eG, Konto-Nr. 804 371 3000, BLZ 430 609 67.

Quelle: FÖRDERVEREIN ÖKOLOGISCHE STEUERREFORM (FÖS) www.foes.de

Konferenzveranstaltung:
Weltumweltsteuerkonferenz in München 2007
18.- 20. Oktober 2007
Der FÖS ist Gastgeber der Eighth Annual Global Conference on Environmental Taxation vom 18. – 20. Oktober 2007. Das Schwerpunktthema im nächsten Jahr wird heißen: Innovation, Technology and Employment – Impacts of Environmental Fiscal Reforms and other Market-Based Instruments Konferenzsprache: Englisch http://www.worldecotax.org

Weitere Informationen zur Konferenz

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