| Neue Ökologiebewegung - Deutsch-Sein im Alltag | | Drucken | |
In Deutschland findet noch immer eine Schulddiskussion statt - Umweltschutz ist immer noch negativ definiert. Wirtschaft und Selbstverständnis der Deutschen, auf der ewigen Suche nach sich selbst. Das Nationale ist den Deutschen fremd, so dass Deutsch-Sein zu einem
rein pragmatischen Lebensgefühl wird. Das hat eine aktuelle Studie der
Düsseldorfer Identity Foundation ergeben.
Die Neue Ökologiebewegung ist in Deutschland noch nicht angekommen Es ist aber stattdessen
notwendig, auch menschliche Kultur, die Kreativität, die Fähigkeit der
Menschen etwas positiv zu gestalten wirklich zur Kenntnis nehmen und
das findet in Deutschland noch kaum statt
In Holland haben viele Menschen eingesehen, dass man mit der
Abfallwirtschaft nicht weiter kommt, sondern nur mit einer
Nährstoffwirtschaft, in der Abfälle zu Nährstoffen werden. Es gibt
ganze Regionen in Holland, die eine Wirtschaft entwickeln wollen, die
in diesen Nährstoffkreisläufen arbeitet, also nach dem Prinzip, da
Cradle to Cradle genannt wird. Und die Unternehmen und Politik
unterstützen das. Die Regierung hat dies zu einem ihrer Ziele erklärt,
und es gibt viele Unternehmen, Fachleute, Architekten, Designer,
Ingenieure, aber auch ganze Regionen, die erklären: "Wir wollen in
Zukunft eine Nährstoffkreislauf-Wirtschaft". Prof. Dr. Michael Braungart
Die Deutschen auf der ewigen Suche nach sich selbst Im Werkeln und Tüfteln fühlen sich die Deutschen wohl und in
technischen Innovationen von Weltrang wird deutsche Identität lebendig.
Auf diesem neutralen Territorium können die Deutschen auf ihre Leistungen stolz sein und ihre individuelle Identität in einem größeren Ganzen verorten. Als geradezu dramatisch bezeichnen die Wissenschaftler die Geschichtslosigkeit der Deutschen. Historisch bedeutsame Entwicklungen und Ereignisse sind weitgehend unbekannt und können deshalb auch nicht zu einer positiven Identifikation mit dem Deutsch-Sein beitragen. Stattdessen haben sich vier alltagstaugliche Muster entwickelt, die Gemeinsamkeit schaffen: Erfindergeist, Sicherheit, Tradition und Sentimentalität. In diesen Werten finden die Deutschen das, worauf sie wirklich stolz sind.
In ihrem Sympathisieren mit dem Fremdem erweisen sich die Deutschen als
Weltbürger, die für Anregungen aus anderen Kulturen sehr offen sind. Sie umarmen im Urlaub französisches Savoirvivre und südländische Gelassenheit, kochen zuhause
balinesisch und marrokanisch und dekorieren ihre Wohnzimmer mit afrikanischen
Schnitzereien. Der Multi-Kulti-Konsum integriert das Beste fremder Welten zu einer Identitäts-Bricolage, die jedoch unvollendet bleibt, da das Fremde ein fehlendes vitales
Eigenes nicht ersetzen kann. Deshalb träumen die Deutschen auch sehr gerne vom Auswandern, stets in der Hoffnung, vielleicht am anderen Ende der Welt doch noch zur
Ruhe zu kommen. In seiner Extremform führt dieses Muster zum Typus des Globaldeutschen, der auf Bezüge zum Deutsch-Sein weitgehend verzichtet und sich
eine globale Patchwork-Identität bastelt. Identity Foundation
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In Deutschland findet noch immer eine Schulddiskussion statt - Umweltschutz ist immer noch negativ definiert. Wirtschaft und Selbstverständnis der Deutschen, auf der ewigen Suche nach sich selbst. Das Nationale ist den Deutschen fremd, so dass Deutsch-Sein zu einem
rein pragmatischen Lebensgefühl wird. Das hat eine aktuelle Studie der
Düsseldorfer Identity Foundation ergeben.















































