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Best Practice - Deklaration Flugtransporte | Drucken |  E-Mail
img_logo-by-airAls erster Detailhändler in der Schweiz führt Coop schrittweise die Deklaration von Flugtransporten ein. Coop bietet ihren Kundinnen und Kunden somit grösstmögliche Transparenz. Ausserdem verzichtet Coop vermehrt auf Flugtransporte. Der CO2-Ausstoss der Flugtransporte wird kompensiert.

Mit dem CO2-Ausstoss beim Heizen, Fliegen oder Autofahren tragen wir wesentlich zur Erhöhung der Treibhausgase bei. Ein Grossteil des CO2-Ausstosses wird dabei durch Transporte verursacht. Gemäss Bundesamt für Umwelt macht dieser Anteil beinahe 30% des CO2-Ausstosses in der Schweiz aus. Der Flugverkehr - Personen und Güter – macht den grössten Teil aus. Werden Lebensmittel, zum Beispiel Gemüse per Flugzeug transportiert, belasten diese Flüge das Klima etwa 80-mal mehr als Saisongemüse aus der Schweiz. Als Faustregel gilt auch, dass der Transport per Bahn besser ist als der Transport per Lastwagen und der Transport per Schiff verursacht weniger klimaschädigendes CO2 als das Flugzeug.
  Aus diesem Grund hat Coop beschlossen alle geschäftlichen Flugreisen für ihre Mitarbeitenden sowie alle Flugtransporte zu kompensieren. Die Kompensation der eingeflogenen Importprodukte erfolgt durch den CO2-Kompensationsfonds. Dieser wurde vorerst mit 1,5 Mio. Franken für 2007 dotiert. In Zusammenarbeit mit dem WWF werden dabei CO2 reduzierende Projekte erarbeitet und unterstützt.

Mit einem Logo in Flugzeugform mit der Aufschrift „BY AIR“ zeigt Coop den Kunden nun, welche Produkte per Flugzeug importiert wurden. Coop sorgt somit gegenüber ihren Kundinnen und Kunden für grösstmögliche Transparenz. Das Logo wird auf die Verpackung aufgedruckt oder direkt auf den exotischen Früchten platziert. Im Vordergrund stehen exotische Früchte, Gemüse, Rosen sowie Lammfleisch aus Neuseeland und Rindfleisch aus Argentinien.

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Das Coop Oecoplan-Sortiment umfasst über 1'400 Artikel für den Haushalt, für den Garten, zum Heimwerken oder zum Bauen.
 

Neben der neuen Deklaration prüft Coop den Verzicht auf Importe per Flugzeug bei diversen Produkten. Dazu wird Coop eine interne Richtlinie erlassen, die Flugtransporte nur zulässt, wenn dies aus Qualitätsgründen oder bei extremer Zeitknappheit nicht anders möglich ist. Schnellere Logistikprozesse und bessere Techniken bei der Kühlketten-Einhaltung ermöglichen den Anteil Schifftransporte stetig zu erhöhen. Coop hat sich beispielsweise zum Ziel gesetzt, weisse Spargeln bis 2009 zu 90% (2007 ca. 50%) per Schiff zu transportieren. Und die beliebte exotische Frucht Physalis wird bis Ende 2007 zu 100% auf dem Seeweg in die Schweiz gelangen, um nur einige Beispiele zu nennen.
Bei den Bio-Produkten setzt Coop konsequent auf die Richtlinien von Bio Suisse. Diese verbieten jeden Transport per Flugzeug.

Es gibt jedoch einige wenige Ausnahmen von Gütern bei welchen der Flugtransport bei Einbezug des ganzen Produktionszyklus nicht die Hauptquelle von CO2 ist. Dies ist bei Produkten der Fall, bei welchen z.B. durch die Zucht in Treibhäusern der Energieeinsatz für das Heizen höher ist als der Energieeinsatz für den Flugtransport. Aus diesem Grunde verursacht eine Max Havelaar-zertifizierte Rose aus Ecuador 4x weniger CO2 als Schnittblumen, welche in Holland angebaut werden. In dieser Rechnung sind nicht nur der Flugtransport, sondern auch andere Emissionen wie Heizung, Dünger, Verpackung und Transportmittel eingeschlossen. Dies zeigt ein 2006 veröffentlichter Bericht von „myclimate“ zur Klimaverträglichkeit von Schnittblumen.

  Quelle: coop.ch

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