| Nachhaltigkeit – Risiko oder Chance? | | Drucken | |
|
zu formieren. Vielen Unternehmen wird dabei ihre Veränderungsunwilligkeit und lasche Innovationsfreude zunehmend zum Verhängnis.
Anstatt diese Entwicklung mit zeitgerechten Strategien zu nutzen, wird lieber wieder abgewartet und abgewogen. Was dabei aber unterschätzt wird, ist, dass diese nachhaltig orientierten Konsumenten nicht mehr nach alten Gesetzmäßigkeiten An dieser Stelle sei einmal gesagt, dass Nachhaltigkeit das Zusammenspiel und Miteinander von Mensch, Natur und Wirtschaft zum Nutzen aller unsere Zukunftsfähigkeit verbessern und erhalten sollte. Dass dabei aber rein „kosmetische“ Kommunikationsanpassungen nicht mehr ausreichen, scheint logisch. Und genau hier liegt der Hase im Pfeffer, weil die Kultur eines Unternehmens mit den angewandten Strategien keine Symbiose erzeugen kann und somit als unkompatibel oder als unglaubwürdig bezeichnet werden muss.
Wenn also ein multinationales Unternehmen über bunte Seiten im Internet gesellschaftliche und soziale Werte beschreibt, welches noch dazu satte Gewinne erwirtschaftet, aber dann von heute auf morgen ihre Pforten schließt, wird doch die Frage laut: Wer trägt denn jetzt für diese schön formulierten Worte Verantwortung? Hierzu sei vielleicht einmal gesagt, dass jeder, der über Werte spricht, sich auch im Klaren sein sollte, nach diesen zu handeln. Werte nur rein für Marketingzwecke zu missbrauchen, kann sich mittelfristig als ein sehr gefährliches Unterfangen herauskristallisieren.
Auch in Sachen Klimapolitik werden jede Menge Halbwahrheiten mit sehr einseitigen wissenschaftlichen Betrachtungsweisen vorschnell in politische Konzepte verschachtelt. Glaubt man nämlich unseren Politikern, so reduzieren wir unseren CO2 Ausstoß dadurch, indem wir jetzt Biosprit in einem höheren Maße unserem Treibstoff beimengen müssen. Genau genommen ist dieses Vorhaben aber nicht nur dumm, sondern auch gefährlich. Was dabei nicht kommuniziert wird ist, dass der Schaden, der durch den Anbau solcher Pflanzen entsteht, bedeutend höher ist, als die angestrebte Verbesserung. Einerseits erzeugen wir alleine durch die Vernichtung von Waldgebieten, die für den Anbau solcher Vorhaben benötigt werden, mittlerweile etwa 20 Prozent er globalen Treibhausgase. So wurden allein im zweiten Halbjahr 2007 Regenwaldgebiete in Brasilien, die größer sind als das Saarland, ganz einfach dem Erdboden platt gemacht. Nationale nteressen zu Gunsten des eigenen Staatshaushaltes stehen dabei im katastrophalen Widerspruch zu globalen Umweltaktivitäten. Viele dieser nachhaltigen Entwicklungen sind genau genommen ein Pendant zum kapitalistischen Raubrittertum. Einfach deshalb, weil jede Entwicklung auf kurz oder lang auch eine Gegenentwicklung auslöst. Weil aber nach wie vor viele mit diesen neuen Entwicklungen überfordert sind, versucht man mit vorherrschenden Denk- und Handlungsmodalitäten und den damit verbundenen Strategien diesen neuen Entwicklungen entgegenzutreten. Dabei aber nur immer auf Altbewährtes zu setzen, grenzt die Sichtweise für Neues enorm ein. Oft wäre es besser, etwas respektloser mit solchen Entwicklungen umzugehen, um dabei nicht immer nur mit schnellen Antworten zu glänzen, sondern vielmehr mit nachhaltigen innovativen und funktionstüchtigen Lösungen zu begeistern. Somit würde eine nachhaltige Ausrichtung für Unternehmen auch zu einer messbaren Größe, die sich ebenso auf den wirtschaftlichen Erfolg niederschlägt. Die Konsumenten einer„Green Economy“ erkennen sehr wohl den Unterschied zwischen echt und unecht. Egal, ob es sich dabei um Kommunikation, Strategien oder Marketinggeplänkel handelt. Wer der Überzeugung ist, dass nachhaltige Märkte allein über Zielgruppen oder unglaubwürdige Wertestrategien zu treffen sind, bewegt sich auf riskantem Terrain. Denn die große Chance einer zukünftigen und nachhaltigen Entwicklung liegt darin, glaubwürdige Strategien und Kommunikationskonzepte auf ehrlichen und nachvollziehbaren Inhalten aufzubauen. Nicht zuletzt deshalb, weil gerade Vertrauen und Glaubwürdigkeit eines der wichtigsten Größen für Konsumenten darstellt und Märkte nun mal aus Menschen und nicht aus demographischen Daten bestehen. Spätestens jetzt erkennen wir, dass eine Nachhaltigkeitsentwicklung vielen Unternehmen zum Verhängnis werden kann. Und wie sooft entstehen diese Fehler im Jetzt. Weil vergessen wurde, über ganzheitliche und echte innovative Strategien nachzudenken. Jeder, der sich ernsthaft mit diesen Entwicklungen auseinandersetzt, wird in Zukunft auch dadurch gemessen, wie er mit vorhandenen Ressourcen umgeht. Dies gilt für die Ressource Natur ebenso wie für die des Menschen. Ehrliche und offene Kommunikation verbunden mit Innovationsgeist und einem fairen Umgang mit Konsumenten wird das Gebot der Stunde. Gefragt sind Konzepte, in denen nicht nur der einzelne sondern das Gesamte – ernsthaft und glaubwürdig - in den Fokus gestellt wird. Nur so gelingt es auch, wichtige Probleme ganzheitlich zu lösen. Dabei gilt es, möglichen Risiken frühzeitig gegenzusteuern, um daraus Chancen zu erkennen und einen nachhaltig anhaltenden Erfolg auch glaubwürdig nach außen tragen zu können.
Quelle:
Trends & Wege Kofler Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
|
||
| < zurück | weiter > |
|---|























































