| Paradigmawechsel: Wir haben die Wahl | | Drucken | |
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Sich dem inneren Leben mit seiner Unausgeglichenheit und seiner Unanständigkeit zuzuwenden, ist nicht so dringlich und kann auch noch auf später verschoben werden, da dies sowieso nur eine selbstsüchtige und egoistische Beschäftigung ist. Also lassen wir all diese Fragen zu Meditation und Stille, geistiger Kultiviertheit und der Transformation zu innerer Revolution zunächst einmal beiseite und wenden wir uns zuerst den richtigen Schwierigkeiten zu? Die andere Herangehensweise kontert: „Solange das Individuum nicht vollkommen transformiert ist, können die politischen und ökonomischen Probleme nicht gelöst werden. Kümmert euch also um eine persönliche psychologische Umwandlung, um die innere, radikale Revolution! Die umweltpolitischen und sozialen Probleme können warten.” Für gewöhnlich folgen die Leute einem dieser beiden klassischen Wege. Jetzt, am Beginn des einundzwanzigsten Jahrhunderts wartet eine neue Herausforderung auf uns: In dieser Epoche ein spirituell Suchender ohne soziales Gewissen zu sein, ist ein Luxus, den wir uns nur schwerlich leisten können. Und es ist die ärgste Torheit, ein sozialer Aktivist ohne exaktes Verständnis der inneren Funktionsmechanismen des menschlichen Verstandes zu sein. Keiner der beiden Wege hat für sich allein genommen bisher nennenswerte Erfolge verbuchen können. Es steht heute außer Frage, dass ein spirituell Suchender ein soziales Bewusstsein entwickeln muss, so wie es die Aufgabe des sozialen Aktivisten ist, sich von der geistig-moralischen Krise in der menschlichen Psyche zu überzeugen und zu erkennen, wie wichtig es ist, dem inneren Leben Aufmerksamkeit zu schenken. ![]() Bildquelle: dropping knowledge Eine holistische Herangehensweise liegt im Erkennen der Homogenität und Ganzheit des Lebens. Wir können keine getrennten politischen, ökonomischen, sozialen und ökologischen Abteilungen des Lebens erschaffen. Was immer wir tun oder lassen mögen, beeinflusst die Ganzheit, berührt die Homogenität. Wir sind auf ewig organisch mit dem Ganzen verbunden. Die individuellen und kollektiven Werte und Motive, die die Ungerechtigkeit und Ausbeutung der modernen Gesellschaft billigen, müssen aufgedeckt und genauso in den Brennpunkt der Veränderung gestellt werden, wie die sozio-ökonomischen und politischen Strukturen. Es ist nicht von dauerhaften Nutzen, die oberflächlichen Strukturen und Verhaltensweisen zu ändern, während die tiefliegenden Fundamente verrotten und verfallen.
Die meisten von uns sind sich der ihrer Lebensweise zugrunde liegenden Motive und Handlungsanstöße nicht bewusst. Wir treiben mit der Strömung der kulturellen Sitten und Gebräuche. Wir gleiten, je nach Laune des gesellschaftlichen Diktats, unter dem Eindruck der von den Massenmedien kreierten Bilder und, nicht zuletzt, getrieben von dem oberflächlichen, persönlichen Bedürfnis, ein hilfsbereiter und nützlicher Mensch zu sein, in gesellschaftliche Belange hinein und wieder heraus. Wir haben uns an ein Leben an der Oberfläche gewöhnt und fürchten die Tiefen...
Wir sind nicht einfach nur Fleisch und Knochen oder eine Verschmelzung verschiedener Konditionierungen. Wenn dem so wäre, dann sähe unsere Zukunft auf diesem Planeten wirklich düster aus. Aber es gibt unendlich viel mehr im Leben, und jeder leidenschaftliche Mensch, der es wagt, jenseits des Bruchstückhaften und Oberflächlichen das Geheimnis der Ganzheit zu ergründen, hilft der gesamten Menschheit zu verstehen, was es heißt, ein ganzer Mensch zu sein. Revolution, vollkommene Revolution, bedeutet, das Unmögliche zu probieren. Und wenn ein Mensch diesen Schritt in das Neue, das Unmögliche wagt, dann nimmt er die ganze Menschheit mit.
siehe auch: Anders Besser Leben Link Tipp: Foto Slideshow |
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